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 Aktuelles:


Liebe Gläubige, Freunde und Wohltäter,

 

begrüße Sie herzlich zur Ausgabe unseres Monatsbriefes im Mai 2012. Zunächst etwas trauriges. Nach Baronin von Gagern im Jahre 2010 und H. H. Pfarrer Zimmermann im letzten Jahr haben wir wiederum einen lieben, uns teuren Menschen aus unserer Anhängerschaft verloren: Frau Dr. med. Margarete Lemaitre. Am Karsamstag in der Frühe entschlief sie friedlich im Herrn. Ihrem Wunsch gemäß fand im Dom zu Altenberg das feierliche Requiem statt - direkt anschließend die Beerdigung auf dem Friedhof in Altenberg.

Ich lernte Frau Doktor erst näher kennen, nach meinem Dienstantritt hier in Köln im Jahr 2007. Da wir uns sofort gut verstanden, plante sie mit mir einen lang gehegten Wunsch in Erfüllung gehen zu lassen: an einem Tag der Woche, die Hl. Messe in der überlieferten Form im Dom zu Altenberg feiern zu können. Schnell hatte sie (die damals noch notwendigen) Unterschriften beisammen. Seit Ostern 2008 sahen wir uns nun jeden Freitag, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. Tatkräftig half sie bei den Vorbereitungen zum Gottesdienst mit und betete den Rosenkranz im Wechsel mit anderen Gläubigen vor. So hat sie an der Ausbreitung unseres Apostolats mit Anteil gehabt. - Die Mitbrüder und ich werden Dr. Lemaitre vermissen.

In der Grabrede führte ich u. a. aus: "Den allerersten Rang nahm für Frau Dr. Margarete Lemaitre die Liebe zu Gott und seiner Kirche ein. Der Grundstein für ihr fundiertes Glaubenswissen, wurde bereits in ihrer Kindheit gelegt, in erster Linie im Elternhaus, in zweiter durch guten Religionsunterricht, der in ihren Kinder- und Jugendtagen vornehmlich von katholischen Geistlichen oder Ordensfrauen getragen wurde. In eine Zeit hinein geboren, in der die persönliche Freiheit des Menschen durch ein dezidiert atheistisch ausgerichtetes politisches System immer mehr eingeschränkt wurde, erlebte sie nicht nur die Verfolgung einzelner Personen hautnah, wie die ihres eigenen Vaters, der seinen angesehenen Beruf verlor, sondern auch die ihrer geliebten Kirche. Sowohl die Bedrängnis, als auch der heimliche oder offene Widerstand der katholischen Kirche in dieser Zeit, den die Verstorbene als Zeichen innerer Geschlossenheit und Stärke erlebte, waren prägend für sie. Von daher konnte man auch leicht nachvollziehen, daß sie am dem Zustand ihrer Kirche seit den ausgehenden sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu leiden begann. Und in der Tat hatten sich hier Kräfte freigesetzt von nicht zu kalkulierender Sprengkraft, die das Wesen der Kirche in ihrer inneren Geschlossenheit und öffentlichen Wahrnehmung bis heute erschüttern.

Der tiefe Gaube an Gott bringt als schönste Frucht die Liebe hervor. Getreu dem Auftrag Jesu Christi, daß der Liebe zu Gott der zum Nächsten nicht nachzustehen habe, erlernte die Verstorbene den Arztberuf und hat in diesem Jahrzehnte gnadenreich gewirkt. Wenn sie von oder über Menschen sprach, war immer ein Leuchten in ihrem Gesicht, das von verantwortungsbewußter, übernatürlicher Liebe zeugte. Wenn sie sich kritisch äußerte, griff sie niemals jemanden persönlich an und blieb trotz tiefen Unverständnisses das sie empfand, doch wohlwollend in der Beurteilung. So zeichnete auch das Bemühen der Wahrheit zu ihrem recht zu verhelfen, sie aus. In den letzten Monaten ihres Lebens litt sie, wie wohl alle starken Persönlichkeiten, darunter die Abläufe des alltäglichen Lebens nicht mehr voll und ganz in der eigenen Hand zu haben. So sagte sie mir, wie ich es von ihr gar nicht anders erwarten konnte, es bleibe ihr nur noch, alles das, was sie nicht mehr könne und verstünde, worunter sie leide, aufzuopfern. Ein heute immer seltener zu findender Entschluß - aber dennoch groß und wirklich christkatholisch."

Requiescat in pace.


Sicher erinnern Sie sich noch an die Enzyklika "Ad caeli reginam" durch die Papst Pius XII zum Ende des Marianischen Jahres am 11. Oktober 1954 das Fest Maria Königin in den Kalender eingefügt hat und aus der wir Teile in der Mai- und Juninummer des "KR" im vorigen Jahr gebracht haben. In diesem Mai nun soll der Abdruck des letzten Teils (wieder leicht gekürzt von mir) erfolgen. Der Hl. Vater Pius wollte übrigens mit der Einführung dieses Festes den alten Gedanken wieder neu ins Bewußtsein heben, "daß Maria, in den Himmel aufgenommen, mit Christus herrscht, als Herrin und Königin des Himmels und der Erde, des ganzen Menschengeschlechtes und des Weltalls" (SCHOTT - Meßbuch, 1966, S. 851).

Wie schön dichtete doch Adam von St. Victor, gest. 1192 zu Paris:

O Maria, hoch im Throne,
Höchster Tugend höchste Krone,
Prangest du zunächst dem Sohne
Über aller Engel Schar.
O des Tages hoch zu loben,
Der dich also hoch erhoben!
Wend' dein Auge auch von droben
Zu uns nieder mild und klar.

Von Herzen einen schönen Mai, wünscht Ihr

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Ihr P. A. Fuisting

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Gebetsmeinung des Papstes
im Monat Mai


Allgemeine Gebetsmeinung

Daß in der Gesellschaft Initiativen ergriffen werden, die die Rolle der Familie schützen und stärken.

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Missionsgebetsmeinung

Daß Maria, Königin der Welt und Stern der Evangelisierung, alle Missionare bei der Verkündigung ihres Sohnes Jesus Christus begleitet.